Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Joſeph lehnte ſich leicht in den Seſſel zurück und erzählte bruchſtückweiſe, wie ſie ihm einfiel, die Be⸗ gegnung mit der Wahrſagerin. Margarethe horchte, er erzählte mit ſteigendem Intereſſe.

Ach Joſeph, das iſt eine ſeltſam ſchöne und wahre. Weiſſagung.

Wahr?

Unleugbar, was Dich betrifft! Und da das Künf⸗ tige aus dem Vergangenen ſich entwickelt, ſo meine ich, dieſelbe müſſe ſich erfüllen bis zu Ende.

Man glaubt, was man wünſcht.

Und beſonders, was man ſieht.

Und was ſiehſt Du?

Dich, Joſeph, leicht und frei, als ob ein Bann von Dir genommen wäre.

So ſehr falle ich Dir auf?

So ſehr, daß ich mich unendlich über Dich und das Du freue, welches Dich erlöſt hat, alſo bereits in der Nähe ſein muß. Wie will ich's freundlich will⸗ kommen heißen und lieben!

Ei, Tante Gretchen, denkſt Du nicht daran, wie gefährlich es iſt, mir ſolche Mittheilungen zu machen?

Und denkſt Du daran, wie gefährlich es werden kann, mir keine zu machen? Wie lange ich mich ſchon danach ſehne?