Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

ſich Dir als Gomez Ruis und Aaron Avila genannt hatten. Da ſprachſt Du ihnen ein Gelübde der Erkennt⸗ lichkeit aus, deſſen Zeugen nur die ſteilen Berge der Wildniß ringsum waren, und gabſt ihnen als deren ſicht⸗ bares Zeichen einen Roſenkranz, den Du ſelbſt aus dem Holze einer verdorrten Kaſtanie geſchnitzt hatteſt. Dieſer Roſenkranz hier iſt er!

Ferrer zog bei dieſen Worten den genannten Gegen⸗ ſtand unter ſeinem Wammſe hervor und reichte ihn dem Cardinal hin. Dieſer nahm ihn in ſeine lange, fleiſchloſe Hand, indem ſeine Augen bald darauf, bald auf dem Steinſchneider ruhten. Endlich ſagte er langſam:

Ich ſprach dabei, daß alle Heiligen und alle En⸗ gel, die ſich damals ſo oft meinem Geiſte offenbarten, mein Gelübde hören würden ich erkenne den Roſen⸗ kranz aber Dich erkenne ich nicht auch heißt Du Jayme Ferrer

Die Jahre, verſetzte dieſer,und die Strapazen, denen ich mich auf meinen weiten Reiſen ausſetzte, haben mein Aeußeres verändert. Der heilkundige Weiſe war ich, der Held ein Maure, welcher den Panzer eines chriſtlichen Ritters trug. Wir zogen von Toledo nach Malaga, wo damals El Zagal herrſchte. Dieſer wünſchte einige Juwelen für ſeine Lieblingsſultanin von mir ein⸗ zuhandeln, und ich begab mich zu ihm, um ihm eine