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Meine Bitte an Eure Hoheiten geht dahin, ihm dieſe mitſammt der Erlaubniß zu gewähren, daß er ſich mit
dem Erlös ſeines Eigenthums ungehindert aus Caſtilien entfernen dürfte.“
„Dieſe Angelegenheit gehört zu Deiner Befugniß, Cardinal,“ ſprach der König zu dieſem.„Du biſt Ober⸗ ketzerrichter von Spanien. Die Stunde, zu welcher wir die Meſſe vor unſerem Hausaltare anſetzten, hat geſchla⸗ gen. Wir dürfen den Dienſt Gottes nicht um der Men⸗ ſchen willen verſäumen. Nimm den wackeren Meiſter mit Dir und entſcheide nach beſter Erkenntniß über ſein An⸗ liegen.“
„Aber übe nicht allein die Strenge der Gerechtig⸗ keit, ſprach die Königin, welche ſich erhoben und ihre Hand in diejenige des Königs gelegt hatte.„Bedenke, daß wir vor Gott allzumal Sünder ſind. Vielleicht hat ein längerer vertrauter Umgang mit den Chriſten ihn unſe⸗ rem heiligen Glauben geneigter gemacht. Richte ihn nach der Barmherzigkeit, die wir beſonders gegen beſiegte Feinde walten zu laſſen wünſchen, ſo weit unſer Scepter reicht.“
„Dieſe ſanften Gefühle gegen hartnäckige Sünder machen Deinem gütigen Herzen Ehre, fromme Tochter,“ ſprach der Cardinal.„Allein es iſt nicht Zeit, die Hände in den Schooß zu legen, wenn die Trümmer des Moha⸗


