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Huldigung, welche ſie ſeinem überlegenen Genius dar⸗
brachten, war nur von kurzer Dauer geweſen und wurde
durch gehäſſige Gefühle verdrängt. Nach und nach wurde ihnen der Gedanke unerträglich, daß dieſer Fremde, der ohne ihre Hilfe dieſe weite Reiſe niemals hätte unter⸗ nehmen können, jetzt nicht nur die Würde eines Admirals und Vicekönigs beanſprechen, ſondern auch einen ſo großen Theil der Reichthümer dieſer neu entdeckten Länder für ſich in Beſitz nehmen wolle. Beſonders Martin Pinzon, der erfahrene Seemann aus Palos, fühlte ſich von Neid und Mißgunſt verzehrt. Auch ihm hatte ein Indianer auf ſeinem Schiffe von den Reichthümern Babeks erzählt und ſich erboten, ihm den Weg dahin zu zeigen. Ohne Columbus vorher davon zu benachrichtigen, entfernte er ſich mit der Pinta bei nächtlicher Weile und ſteuerte nach Oſten hin. Martin Pinzon wollte auf ſeine eigene Hand das Goldland aufſuchen und alle zu gewinnenden Vor⸗ theile ohne Columbus genießen. Die Nina dagegen, auf welcher Jannez Pinzon commandirte, blieb in ſeiner Nähe und ſeinen Befehlen gehorſam. Wenn ihm der Letztere auch abgeneigt war, ſo vermied er doch eine entſchiedene Auflehnung.
Columbus ließ ſich in der Verfolgung ſeines Weges nicht irre machen. Bald ſtieß er wieder auf eine große Inſel, welche die Eingeborenen Haiti, er ſelbſt aber Hi⸗


