Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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auf ſeinen Knieen auszufertigen, kamen nach und nach einige Eingeborne zum Vorſchein, welche ſich Anfangs hinter Bäumen verſteckt hatten. Sie näherten ſich ein⸗ zeln und mit kleinen, furchtſamen Schritten. Columbus' reiche Kleidung, die Würde und das Wohlwollen auf ſei⸗ nem aufgerichteten Antlitze, der Glanz ſeiner Bewaffnung ließen ſie in ihm den Häuptling dieſer ſonderbaren We⸗ ſen errathen, welche ſie nicht für Sterbliche, ſondern für Halbgötter hielten. Sie warfen ſich anbetend vor ihm und dann auch vor den Uebrigen nieder, berührten ihre Kleider und ihre Füße und wunderten ſich noch mehr über ihre Bärte. Columbus und ſeine Gefährten erwie⸗ derten dies Entgegenkommen freundlich. Columbus be⸗ merkte ſogleich, daß dieſe Indianer ſich bedeutend von den Eingeborenen der afrikaniſchen Küſte unterſchieden und daß ihre bräunliche Farbe mehr derjenigen der Be⸗ wohner der Canariſchen Inſeln ähnlich ſei. Sie waren unbekleidet, hatten dagegen den Körper mit verſchiedenen Farben bemalt, theils roth, theils weiß. Einzelne be⸗ gnügten ſich, nur die Naſe zu färben. Ihre bartloſen Ge⸗ ſichter hatten einen ſehr gutmüthigen Ausdruck. Ihre Waffen waren am Feuer gehärtete Stöcke, deren Enden ſie mit ſpitzigen Kieſeln verſehen hatten. Als erſte Gabe legten ſie Columbus ein Bündel wohlriechender Kräuter zu Füßen. Er beſchenkte ſie zur Erwiederung mit Glas⸗ 4