Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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wurde, daß alle übrigen Gedanken vor ihm in den Hin⸗ tergrund traten. Nach einigen kurzen Stunden eines un⸗ erquicklichen Schlummers drang indeſſen das Bewußtſein der Vergangenheit und Gegenwart doppelt auf ihn ein. Von dem Sultan und von der Donna Elvira hatte er ſeit dem Zuſammentreffen auf dem Schlachtfelde nichts wieder geſehen. Immer unter der letzten Abtheilung des heimkehrenden Zuges hatte er von den voran Reitenden nichts weiter gewahren können. Eine noch durch die Be⸗ ſchwerden des Wundfiebers geſteigerte Angſt beſchlich ihn bei dem Gedanken an Elvira. Wohin mochte man ſie gebracht haben? In die Alhambra, in den Harem Boabdil's. Wo lagen dieſe Gemächer? Würde er hoffen dürfen, ſie wieder zu ſehen, oder würde er ohne eine ge⸗ naue Kunde von ihrem Schickſal bleiben müſſen? Und wie war der letzte Ausgang dieſes für die Chriſten ſo unglücklichen Gefechtes geweſen? War es Don Gon⸗ ſalvo gelungen, die Königin zu retten, und wenn dies geſchehen, war der edle Ritterfürſt ſelbſt nicht endlich dem Würgeſchwert jenes furchtbaren Maurenfürſten un⸗ terlegen, der ihn und ſeine erhabene Schutzbefohlene ſo unbarmherzig verfolgte? Und ſein Oheim, war er unter den Todten, welche jenes blutgedüngte Schlachtfeld be⸗ deckten? Alle dieſe Fragen drückten mit laſtender Schwere Arnold's Herz. Sein Blut wogte unruhig und 2

1861. V. Columbus und ſeine Zeit. II.

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