Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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weiterer Entfernung von der Hauptſtadt unternommen wurde, als dies meiſtens ſonſt geſchah. Boabdil's noch immer ungezügelte Leidenſchaft für Elvira hatte ſich nicht mit dem erſten Verſuche, ſie in ſeine Gewalt zu bekom⸗ men, begnügt, und als ſeine Kundſchafter ihm die Nach⸗ richt von der Reiſe der Königin brachten, erfuhr er zugleich, daß ihre Nichteh ſie begleiten würde. Er er⸗ griff alſo dieſe ihm ſo willkommene Gelegenheit, um einen Ueberfall auszuführen, wobei es jedoch mehr auf die Habhaftwerdung der Perſon der Donna von Viana als auf diejenige der Königin Iſabella ab⸗ geſehen war.

Gleich der letzten, kraftvollen Eiche eines vielſtäm⸗ migen Waldes ſtand noch immer die mauriſche Haupt⸗

ſtadt. Allein bot ſie dem Sturm Trotz, der alle ihre

Schweſtern niedergeriſſen hatte. Der Trupp, bei dem ſich Arnold befand, hatte eine Weile in der Nähe der Stadt geraſtet, während der Sultan mit der Hauptabtheilung vorausgeritten war. Der Erſtere langte daher erſt un⸗ gefähr eine Stunde nach dieſem innerhalb der Mauren⸗ ſtadt an. Die Straßen waren eng, viele Häuſer hoch; manche hatten ſonderbar gearbeitete Thürme von Marmor oder von Lerchenholz, mit Karnießen von glänzendem Metall, welche ſternengleich durch das dunkle Laub der Pomeranzenhaine funkelten. Das Ganze war einem