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Kriegsmacht, deren Blüthe eine Leibwache von zwölftau⸗ ſend Mann bildete, von denen ein Drittel Chriſten waren; prächtig ausgerüſtet wurden ſie von Mitgliedern der königlichen Familie befehligt. Ihre Zerwürfniſſe mit den Khalifen des Oſtens und den Seeräubern der Ber⸗ berei veranlaßten ſie, auch eine bedeutende Seemacht zu unterhalten; dieſe wurde auf den zahlreichen Werften ausgerüſtet, mit welchen die Küſte von Cadir bis Tarra⸗ gona beſetzt war. Die Prachtliebe der ſpaniſchen Khalifen gab ſich in öffentlichen Gebäuden kund, in Palläſten, Mo⸗ ſcheen, Krankenhäuſern, und im Aufbau bequemer Ufer⸗ gänge, Springbrunnen und Waſſerleitungen. Dieſe Letzte⸗ ren wurden über Bergwände gezogen, liefen in hohen Bo⸗
gen über die Thäler und wetteiferten an Großartigkeit
mit den Denkmälern des alten Roms. Die Vollendung ſo großartiger Werke wird durch die für jene Zeit außer⸗ ordentlich reichen Einkünfte der mauriſchen Könige erklär⸗ lich; auch ihre große Ueberlegenheit über die chriſtlichen Staaten des Nordens in Künſten und werkthätigem Ge⸗ werbfleiße findet darin ihren Grund.
Vor der Entdeckung von Amerika war Spanien die große Quelle des Metallreichthums für das übrige Eu⸗ ropa. Die Araber drangen thätig in dieſe Bergwerke ein, doch beſaßen ſie in ihrem Fleiße und ihrer Geſchicklichkeit
noch größere Capitalien. Sie ließen die Kunſt der Be⸗


