Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Aber kurz nur war dieſe Siegesfreude. Der ſcharfe Dolch des Geſtürzten hatte ſchon das Pferd des Ritter⸗ fürſten an einer unbeſchützten Stelle getroffen. Es bäumte ſich hoch auf, und Reduan erlangte dadurch wieder die Freiheit, aufſtehen, ſich zurückziehen und den Seinigen anſchließen zu können. Gonſalvo war zum zweitenmale an dieſem Tage genöthigt, ſchnell von ſeinem Pferde zu ſprin⸗ gen. Er blickte um ſich und ſprach mit bitterem Lächeln:

Der Sieg wird heute in den Händen der Ungläu⸗ bigen bleiben. Alle unſere Tapferkeit iſt vergebens. Viele von uns müſſen heute zeigen, wie ſpaniſche Kämpfer ſter⸗ ben ſollen. Möge Gott ihnen ihre Sünden vergeben und ihnen um ihres heldenhaften Todes willen das Fegefeuer abkürzen! Der böſe Geiſt hat die Klinge dieſes grimmigen Mauren geleitet. Gewöhnliche Waffen können ihn nicht bezwingen. Nur die Königin zu entfernen, darf noch unſer einziges Streben ſein!

Er ſchwang ſich nun auf das herrenloſe Roß Re⸗ duan's und ritt zu den Seinigen zurück. Er gab Befehl, daß die Trompeten laut die Noth⸗ und Hilfszeichen er⸗ tönen laſſen, damit Jeder, der ſie höre, herbei käme. Manche glänzende chriſtliche Krieger eilten herzu.

Aber auch die Feinde erhielten immer erneute Ver⸗ ſtärkung; zaubergleich ſchienen ſie aus der Erde hervor⸗ zuwachſen, ſo plötzlich und unerwartet kamen ſie hinter