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im weiten Kreislaufe herum. Der Maure machte gleich⸗ falls Halt, denn er ſah, daß ſein Feind den Angriff mit verſtärkter Heftigkeit beginnen wollte. Unbeweglich, in banger Erwartung, ſtanden Chriſten und Muſelmänner. ZJeder würde es als einen Frevel betrachtet haben, das Zuſammentreffen der berühmteſten Helden dieſer ritter⸗ lichen Kämpfe zu hindern.
Nun ſchoß Reduan wie ein Pfeil vorwärts und die beiden Krieger ſtießen mit einer Fertigkeit aufeinander, die ſelbſt den Chriſten einen unwillkürlichen Beifallsruf entlockte. Der Maure fing mit ſeinem kleinen Schilde den gewichtigen Speer Gonſalvo's auf, während er ſeinen eigenen Wurfſpieß gegen deſſen Helm ſtieß. Ein leichtes Schwanken machte ſich bei dieſem bemerklich, worauf jedoch ſogleich die frühere unerſchütterte Haltung des Ritter⸗ fürſten zurückkehrte. Nun wurden die Lanzen weggewor⸗ fen und das breite Schwert des Chriſten, der krumme Säbel des Sarazenen waren erhoben, wobei ſie ſich mit den Augen maßen.
„Ergieb Dich, Chriſt!“ rief Reduan Benegas.„Du wirſt meinen Streichen unterliegen. Die Waffe des Gläu⸗ bigen iſt der Schlüſſel des Paradieſes und der Hölle!“
„Verruchter Maure!“ erwiederte Gonſalvo de Cor⸗ dova.„Ein chriſtlicher Ritter trotzt einem ganzen Heere


