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an der Seite der Königin ritt, deren nächſte Beſchützung er keinem Andern überließ.
Der Glanz, mit welchem meiſtens die kriegeriſchen Unternehmungen in dieſen Feldzügen ausgeführt wurden, gab ihnen faſt mehr das Anſehen eines Hofgepränges als ernſter Kämpfe. Wenn auch zu deren Fortführung die Gefühle der Religion und Vaterlandsliebe aufgerufen wurden, ſo ermangelten die ſtaatsklugen Herrſcher nicht, zugleich mächtig auf die Phantaſie ihrer jungen Edelleute zu wirken. Dieſe eilten in's Feld, begierig ſich ihrer be⸗ rühmten Königin zu zeigen; wenn dieſe auf ihrem Kriegs⸗ roſſe in voller Panzerkleidung durch ihre Reihen ritt, ſo konnte ſie perſönlich den Genius des Ritterthums dar⸗ ſtellen. Die mächtigen und reichen Granden entfalteten in dieſem Lager eine fürſtliche Pracht. Ihre Wohnungen, mochten ſie Zelte oder feſte Häuſer ſein, waren mit bunt⸗ farbigen Fahnen behangen, oder mit ihren Wappenſchil⸗ dern farbenglänzend bemalt, ſo daß ihre Ausſchmückung an die Pracht der Gebäude des alten Sevilla erinnerte. Eine Menge ſchön gekleideter Edelknaben pflegten ſie zu umgeben, und Nachts wurden ihnen Fackeln voran getra⸗ gen, die Tageshelle um ſie verbreiteten. Sie wetteiferten in der Koſtbarkeit ihres Anzuges und desjenigen ihres Gefolges, ſo wie ihres Silbergeſchirrs; die Mannigfal⸗ tigkeit und Köſtlichkeit der Leckerbiſſen, mit denen ihre Ta⸗ feln beſetzt wurden, war außerordentlich.


