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lige Amt!— Ich fordere ſie vor unſer Tribunal— es iſt nicht zum erſtenmal, daß ein Mitglied der königlichen Familie uns übergeben wird!— Möge ſie ſich verant⸗ worten ob ihrer kecken Rede!— Sie iſt der Gemein⸗ ſchaft mit den jüdiſchen Ketzern verdächtig. Erſt, wenn ſie ſich gänzlich gereinigt und durch Buße und Kaſteiung ihre ſündlichen Werke entkräftet hat, werden wir ſie aus unſerer Gerichtsbarkeit entlaſſen!“
Er war frech genug, die Hand nach dem jungen Mädchen auszuſtrecken, als wolle er ſie erfaſſen und mit ſich fortziehen. Die Stimme der Königin t jedoch ſei⸗ ner Dreiſtigkeit Einhalt:
„Gemach, guter Vater; auch meine Meinung iſt,
daß Euer in mancher Hinſicht ſehr löbliche Eifer etwas
weit geht. Donna Elvira von Viana ſteht unter unſerm beſondern, königlichen Schutze, und Ihr dürft ſie nicht ohne unſere ausdrückliche Einwilligung vor Euer Tri⸗ bunal ziehen. Ich werde es mir vorbehalten, die Geſin⸗ nungen meiner Nichte gelegentlich ſelbſt zu prüfen, und daher iſt dies von anderer Seite unnöthig. Befindet ſie ſich im Irrthum, ſo wird ſie von mir ſelbſt am leich⸗ teſten Belehrung annehmen.“
„Es darf keine Stunde geſäumt werden, um eine ſtrauchelnde Seele vom Wege des Unglaubens wieder ab⸗


