Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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verhältniſſe ungeheuren Anzahl unter ihren Fahnen ver⸗ ſammmelt hatten.

Zene weite Ebene, welche als die Vega von Gra⸗ nada bezeichnet wurde, war ſeit länger als zwei Jahr⸗ hunderten der berühmte Kampfplatz der mauriſchen und chriſtlichen Ritterſchaft, und faſt konnte man ſagen: daß jeder Fußbreit ſeines Bodens mit Menſchenblut getränkt ſei. Die Araber hatten ſie von jeher auf das fleißigſte bebaut, und es wuchs der Hanf und das Getreide des Nordens üppig unter dem Schatten des Weins und der OHlive, neben welchen der Granatapfel und die Citrone blühten. Das Waſſer des hindurch ſtrömenden Fenil war in tauſendfültigen Kanälen durch die Landſchaft geleitet, um deren Fruchtbarkeit durch dieſe vollkommene Bewäſ⸗ ſerung noch zu erhöhen. Nach allen Seiten dehnten ſich ausgebreitete Weiden, die hin und wieder von niedrigen Bergen durchſchnitten waren. Weiterhin erhob ſich, das Ganze wie mit einer Krone ſchmückend, auf mehreren An⸗ höhen die herrliche Stadt Granada. Ihre feſte Mauer wurde von tauſend und dreißig Thürmen mit ſieben Thoren beſtrichen. Hinter ihr, gewaltiger als jedes Werk von Menſchenhand, ſtiegen die ſchneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada empor; ſie bildeten einen reizenden Ge⸗ genſatz zu dem friſchen Grün der Vega, welchem alle