Eine rührende Sehnſucht nach fremden Ländern und ihren Wundern durchzittert nicht allein die Seele des Kindes, wenn es zum Erſtenmale von Alerander Selkirk, von Robinſon und ähnlichen Abenteuerern zu Land und Waſſer vernimmt, ſie klingt auch in ächt poetiſchen Gemüthern nach, welche längſt ſchon der Jugendzeit entwachſen ſind, ſobald das Leben und ſeine beengenden Verhältniſſe die Bewegung des Gei⸗ ſtes hemmen. Man darf im Grunde nicht über die Europamüden ſpotten: ſie ſind ſehr unglücklich, ihre Sehnſucht mag einen Ausweg finden, welchen ſie will. Zunächſt liegt das Mittel, zu Hauſe zu bleiben und die fremde Welt nur poetiſch ſich anzueignenz dann aber fährt bisweilen ein eiskalter Hauch aus der nächſten Umgebung durch die poetiſch abgeſchloſſene Flur; der Dichter brauſt auf, grollt der Heimath und entfremdet ſich ihr im Zorne, die ſüßen Bande reißen — und vielleicht knüpft ſie keine Zukunft wieder an. Ich rede von Freiligrath, deſſen neuſte Lieder nur
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