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So lange ihr nicht ſolch ein Volk ſeid, Mitbürger, ſprecht ihr umſonſt von der Freiheit, ihr werdet nur ſtatt ihrer Willkühr und Zügelloſigkeit haben, der ihr alle zum Opfer fallet; ihr werdet Brot fordern, und man wird euch Leichen vorwerfen und zuletzt werdet ihr geknechtet ſeyn!—
Nie fühlte ich die geringſte Verſuchung, einſt Schriftſtellerin zu werden; ich ſah ffrühe ein, daß ein Weib, welches dieſen Titel erhält, mehr damit ver⸗ liert, als gewinnt. Die Männer lieben ſie nicht, ihr eigenes Geſchlecht bekrittelt ſie; ſind ihre Schrif⸗ ten ſchlecht, macht man ſich luſtig über ſie und mit Recht; ſind ſie gut, entzieht man ihr das Verdienſt und glaubt, ein Mann habe daran gehol⸗ fen. Iſt man gezwungen zu geſtehen, daß ſie Etwas Gutes geſchrieben hat, ſo zupft man dergeſtalt an ihrem Charakter, ihren Sitten, ihrem Betragen und Talent, bis der Ruf ihres Talentes durch das Licht, in welches man ihre Fehler ſtellt, aufgewogen wird.
Die Geſetzgeber unſers Jahrhunderts ſuchen ein allgemeines Wohl zu fördern, aus dem das Glück jedes Einzelen entſpringt; ich fürchte ſehr, ſie ſpan⸗ nen dabei die Ochſen hinter den Karrn. Es würde der Natur und vielleicht auch der Vernunft ange⸗ meſſener erſcheinen, auszufinden, was das häusliche Glück gründet und dieſes den Einzelen dergeſtalt zu


