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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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länger, liebes Kind! damit nicht durch die Ankunft eines Zweiten meine wohlmeinende Abſicht vereitelt wird.

Was dieſe Schmeichelreden nicht vermochten, be⸗ wirkte endlich die gänzliche Erſchöpfung des Kindes, welches ſich ſeinem Verfolger ergeben und von demſelben ſich ankleiden laſſen mußte. Dann ging es raſch weiter und zwar in einer, der Schornburg ganz entgegengeſetzten Richtung.

Denn wirklich beabſichtigte der Häſcher des Fiſcher⸗ buben, den er für den Prinzen Emil hielt, denſelben ſeinem königlichen Vater zuzuführen, weil er von dem⸗ ſelben einen höhern Lohn als von dem Grafen erwartete.

Allein ſchon nach kurzer Wanderung brach der Mann in die verdrießlich geſprochenen Worte aus:Ei, verwünſcht!

Die Urſache dieſes Ausrufs war das unerwartete Erſcheinen des Grafen von Schornburg und eines Beglei⸗ ters, welche ſogleich auf die beiden Wandrer loseilten und ihnen haſtig entgegen riefen.

Zum böſen Spiele jetzt gute Miene machend, ver⸗ ſetzte der Häſcher unſers Jonas mit erheuchelter Freude:

Gnädiger Herr Graf! Hier iſt der Prinz! Mit unendlicher Mühe iſt es mir gelungen, ſeiner habhaft zu werden. 56

Iſt er es aber auch wirklich? fragte der Graf, indem er den Fiſcherknaben mit ſeinen Blicken durchbohrte. Wo iſt ſein Begleiter, der andere Bube?

Das weiß ich nicht verſetzte der Mann