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der Rechtlichſte, auf eine ſolche obrigkeitliche Vorla⸗ dung in eine ängſtliche Spannung verſetzt.*
Wie Lielmehr aber erſt die beiden wilden Kupfer⸗ ſchmidtsſühne, welche faſt täglich ausrufen konnten: Herr, wer kann merken, wie oft er fehle! Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler!“
Des Vaters ohnehin nicht eben freundliche Mieie ward auf die obrigkeitliche Vorladung ſeiner Stiefſöhne finſter wie eine drohende Wetternacht.
„Welch einen dummen oder gar gottloſen Streich mögt ihr wieder begangen haben?“— ſprach er zornig. —„Nun bekommt ihr ſogar mit der Obrigkeit noch Händel. Ich aber werde mich nicht in dieſelben miſchen. Meh man eine Strafe über euch verhängen, welche man wolle: ich bitte und thue nichts für euch! Gar nichts, ſo wahr ich Hüfner heiße. Sagt das, lieber Rathsbote Andrich, den geſtrengen Herren auf dem Rathhauſe. Keinen Groſchen zahle ich für die Rangen, von denen ich gar nichts mehr wiſſen mag.“
Welche bangen und qualvollen Stunden hatten die beiden Knaben bis zur Zeit der Vorladung zu verleben! Gemeinſchaftlich gingen ſie ihr ganzes, neueres Sünden⸗ regiſter durch, um ſich zu fragen, um welches Streiches willen ſie wohl belangt werden dürften? Sie ähnelten jetzt den Opfern der heiligen Ingquiſition, welche bekannt⸗ lich ihre eigenen Ankläger werden mußten, auch wenn ſie ſich für ſchuldlos erachteten.
Faſt ſchlaflos verging den Geladenen die Sommer⸗
Nieritz. Die Nachbarn. 6


