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trotzig:„Das Alles bekommt Dibby doppelt von mir wieder.“
Eine derartige Verruchtheit von einem Kinde war dem neuen Kerkermeiſter noch nicht vorgekommen. Stau⸗ nend und unter einem Schaudern blickte er den Buben an, der ihm ein kleiner Teufel zu ſein ſchien. Was war von einem ſolchen verſtockten Gemüth für die Zu⸗ kunft zu erwarten?
„In's Meer, in's Meer, wo es am Tiefſten iſt!“ murmelte Simpſon vor ſich hin. Dann blickte er Morrig fragend an.
„Soll ich Wilkins in den Bock ſpannen?“ fragte der Gehülfe ſchadenfreudig.„Dann wird ſich Dibby für die empfangenen Schläge an ihm rächen.“
Simpſon ſchüttelte abwehrend das Haupt.„Bringe“ — befahl er—„Wilkins in eine andere, leere Zelle.“
Als die beiden Männer nebſt Wilkins die Zelle ver⸗ ließen, galt dem Letztern das höhniſche Ziſchen und La⸗ chen der drei zurückbleibenden Buben, welche dieſelbe ſittliche Verderbniß zu theilen ſchienen.
Gedankenvoll ſetzte Simpſon die weitere Unterſuchung der Gefängnißzellen fort. Noch immer war ſein Herz von Ingrimm und Rachedurſt gegen die Uebertreter des Geſetzes erfüllt, allein es miſchte ſich unter jene Gefühle jetzt ein tiefer Schmerz über die Entartung des menſch⸗ lichen Geſchlechts. Ach, er erblickte das einſtige göttliche Ebenbild hier in ſeiner tiefſten Erniedrigung. Auf allen
Geſichtern ſeiner Gefangenen fand er den Ausdruck
niedriger Leidenſchaften und Laſter, keine Spur von Reue


