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Die Ausgestoßene : eine Erzählung aus dem vierzehnten Jahrhundert / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Was wollt ihr thun? fragte er ſtrafend Das Erbe dieſer beiden Waiſen in Brand ſtecken, die unſres Gottes Hand ſo ſichtbar in ſeinen Schutz ge⸗ nommen hat?

Nicht doch, ehrwürdiger Herr! lallte ein vier⸗ ſchrötiger Kerl.Nur etliche Juden aufſuchen, um ſie an'en Spieß zu ſtecken und zu braten.

Das wäre ja noch ſchlimmer verſetzte Pater Anſelmus unwillig.Pfui! ſchämt euch ſolcher ab⸗ ſcheulichen Reden! Chriſtus bat für ſeine Mörder am

Kreuze und ihr wollt ihren ſchuldloſen Nachkommen entgel⸗

ten laſſen, was Chriſtus den Vätern verziehen hat? Habt ihr noch nicht genug des unſchuldigen Blutes vergoſſen? Noch nicht genug Wehrloſe den Flammen überliefert, daß ihr noch mehr Mordthaten hinzufügen wollt? Gehet in euch! Bedenket, daß der ſchwarze Tod bereits ſeine Hand auch nach euch ausgeſtreckt haben kann.

Die verfluchten Juden haben unſern Heiland an's Kreuz genagelt, uns bis auf's Blut ausgeſaugt und nun gar den ſchwarzen Tod über uns gebracht verſetzte der Kerl.Darum müſſen ſie brennen und ſterben.

Streite dich nicht mit dem plärrenden Pfaffen herum, Haubold! ſchrie hier Einer aus der Menge. Gieb ihm einen Treff über die Glatze, daß er ſein Läſtermaul hält.

Legt Feuer an's Haus! riefen Mehrere Dann kommen die Juden von ſelbſt heraus, wie die