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bert mit klarer und feſter Stimme die Menge an.— „Suchet ihr hier etwas?“
„Die Juden!“— war die zurückgebrüllte Ant⸗ wort.—„Die Juden, die ſich hier verſteckt haben—
die unten im Gartenhauſe wohnten— die an's Land geſchwommen ſind. Heraus mit ihnen oder es iſt euer Unglück!“
„Wir wiſſen nichts von den Juden und haben auch keine verſteckt“— verſetzte Margarethe muthig.—„Wir ſind arme Waiſen, allein von der Peſt in dem ganzen Hauſe verſchont gebliehen. Sehet nach und ihr werdet Alles ausgeſtorben finden“
„Das iſt die gerechte Strafe dafür, daß ihr die verfluchten Juden bei euch aufgenommen habt“— rief eine Stimme aus dem Haufen.
„Wir?“— erwiederte Friedbert—„Ach, wir ſelbſt aßen das Gnadenbrot bei unſerm Ohm und ſollten Ju⸗ den haben bei uns aufnehmen dürfen?“
„Was ſchwatzt ihr erſt lange mit den Kindern da?“ — hob ein Andrer an—„Auf! und durchſtöbert jeden Winkel der ganzen Brauerei.“
„Aber“— wendete Friedbert ein—„werdet ihr denn mit dieſen Feuerbränden in die Gebäude eindringen wollen, wy ſo viele feuerfangende Dinge ſich vorfinden? Dann würdet ihr die Brauerei anſtecken, welche das beſte Bier in ganz Dresden bisher gebraut hat,„ euch ſomit ſelbſt am ärgſten ſchaden.“
„Der Junge ſpricht nicht unverſtändig!“— ſcu⸗


