138
ginge, und nicht ſpäterhin als Suͤnde⸗ rin, als Verbrecherin.“
„Der Diener kam zuruͤck, führte mich, beſcheidener als er vorher gewe⸗ ſen, in Arabellens Zimmer, und ſagte
mir, daß Demoiſelle ſogleich kommen
werde. Bei der Erleuchtung durch eine ſchoͤne Girandole ließ er mich in dem Zimmer allein. Alles war hier wohl geordnet, und mit Geſchmack, aber mit einem wolluͤſtigen Geſchmack. Die
Kupferſtiche, welche an den Waͤnden
umher hingen, waren zum Genuß ein⸗ ladend; auf der Ottomanne lag ein Roman, deſſen Verfaſſer ich auf dem Litet nur zu ſehen brauchte, um ihm
als heimlichen Vergifter weiblicher Tu⸗
gend wiederholt zu fluchen, und auf dem ſchoͤnen Liſche unter dem Spiegel lag ein Maskenanzug von der Redoute von geſtern. Außerdem bemerkte ich


