„Wer biſt Du?“ fragte er mit ſanfter Stimme.
Sie war nicht, nach der Art ihres Geſchlechts, mit Schrecken erfuͤllt. Ein weiblicher Heros ſchien ſie zu ſeyn, und „Wer biſt Du?“ gab ſie ihm die Frage zuruͤck.
„Ein Unglücklicher!“ ſeufzte er, das Ideal ſeiner Schwaͤrmerei und Traͤu⸗
merei in dem ſchoͤnen, ſtolzen, hoch⸗
herzigen Geſicht anbetend beinahe be⸗ ſchauend.
„Dann ſind wir verſchwiſtert“ ſprach
ſie ſanft und leiſe, und reichte ihm ab⸗
gewendet die Hand.
„So laß uns greunde ſ Un⸗
gluͤckliche! Ich habe Deinen Geſang
tief in meinem Herzen verzeichnet.“
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