Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Beſuch bei Euch dem Gefangenen nebſt ſeinem Sohne von Segen ſein mag.

Und mit dieſen Worten wandte ſich der Alte der Thür des Saales zu, als er jedoch dieſelbe faſt erreicht hatte, blieb er ſtehen und betrachtete den Talkenſteiner einige Secunden ohne ein Wort zu ſagen.

Tragt Ihr irgend noch etwas auf Euerm ge⸗ fühlvollen Herzen 7 fragte der Ritter höhniſch,daß Ihr lungert wie ein hungriger Fuchs?

O nein, ich hege kein Begehren nach irgend einem vergänglichen Gute, ſagte Vater Johannes gelaſſen,es war eine ganz andere Regung, die mir in dieſen Augenblicken durch das Herz fuhr.

Darf ich dieſe Regung kennen lernen? fragte der Riner.

Das könnt Ihr, verſetzte der Eremit.Ich

gedachte ſoeben der Vergangenheit, fuhr er fort,

hier in dieſem Saale weilte ich ſo oft, Euerm rit⸗ terlichen Vater gegenüber, während Ihr noch ein blondgelockter Knabe waret; damals hätte ich nicht gedacht, daß ich am Ende meiner Tage noch der⸗ gleichen Ereigniſſe, wie ſie ſich auf der Burg Tal⸗ kenſtein begeben, ſchauen würde.

Die Augen des Ritters fingen an in einen un⸗

heimlicen Feuet zu glühen.