fortſetzen und ſich neue Huͤlfsquellen ſuchen. Aber dieſe Cenſoren! ſie verſtuͤmmeln, zerflei⸗ ſchen, entehren, toͤdten, und keine Hoffnung bleibt, ihren Klauen zu entgehen: jetzt, mor⸗ gen, immer, findet man ſie auf ſeinen Wegen. Räuber giebt es nicht uͤberall und die welche es giebt, fuͤrchten ſich wenigſtens vor den Gens⸗ darmen, waͤhrend den Cenſoren Ungeſtraftheit zugeſichert iſt. Ein Polizeiſpion iſt mir weni⸗ ger verhaßt und weniger verächtlich: er hat keine Gewalt uber die Gedanken und man kann allenfalls annehmen, daß er eingeſetzt wurde um verwerfliche Handlungen anzugeben; aber ein Cenſor iſt nur da, um die Wahrheit zu ver⸗ hindern vor dem Throne zu erſcheinen. Man ſollte denjenigen welche ein ſo verhaßtes Amt annehmen, ein Zeichen an die Stirne druͤcken, und die ſchmachvollſte Beleidigung mußte es ſeyn wenn man ſagte: er war Cenſor im Jahre 1824! Vier oder Fuͤnfe ſind bereits der oͤf⸗ fentlichen Meinung in dieſer Hinſicht verfallen, und was der menſchlichen Natur zur doppelten Schande gereicht, iſt, daß die Art ihrer Be⸗ ſchäftigung glaublich macht, ſie beſaͤßen, trotz 14*
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