Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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gerüttelt wird. Sollte dieſer Etienne Clavidre viel⸗ leicht auch ein Schüler Eueres alten Holbach ſein? Ich habe Euch ſchon öfter gebeten, Cabanis, ihn ein⸗ mal Sonntags mit zum Diner bei mir hinaus zu bringen.

Er gehört zu den Leuten, deren man nie beſtimmt habhaft werden kann, antwortete Cabanis. Sonſt würden ihn Eure gaſtfreien Diners, die ſchon ſeit faſt dreißig Jahren regelmäßig jeden Sonntag zu einem Feſttag des Geiſtes in Paris machen, gewiß gereizt haben. Denn wenn er auch ein unheimlicher Patron ſein mag, ſo kennt er doch alle Ideen, die in der Zeit auf dem Stapel liegen, eben ſo genau, wie den Werth der Bankbillets, in die er ſich als treiben⸗ der Teufel hinein geſetzt hat. Solche dämoniſchen Menſchen ſind Niemandes Schüler, aber ſie brauchen Alles, wie man ſie auch zur rechten Zeit zu Allem brauchen kann,

Auch den Grafen von Mirabeau ſehe ich noch nicht, bemerkte Holbach, indem er ſein Augenglas anſetzte und die übrige Geſellſchaft muſterte. Und doch hat er mich neulich beſtimmit verſichert, daß wir uns hier zuſammentreffen würden. Ich weiß, dieſer Freund iſt zugleich Euer Held, Cabanis, und Ihr liebt ihn nicht nur, ſondern Ihr ſtudirt ihn auch, und Eure neuen philoſophiſchen Unterſuchungen, von denen ich in der That einen großen Fortſchritt auch über mich hinaus erwarte, lehnen ſich vorzugsweiſe an einen ſolchen Heros der menſchlichen Natur an, wie man ihn in Mirabeau körperlich und geiſtig geſtaltet ſieht. Dieſer Mirabean iſt der Heros des Nervengeiſtes, und ich höre, daß Ihr den Satz aufgeſtellt habt, es ſei Alles nur Nerven und Sinne, alle Ideen kämen nur aus den Sinnen und ſeien ein Produkt derſelben, und der Gedanke bilde ſich nur deshalb im Gehirn, weil das