Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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vor ſeinem Schreibtiſch nieder, und fing an, das Mé⸗ moire über das Verhältniß zu ſeinem Vater, welches er durch Henriette in die Hände des Miniſters Bre⸗ teuil in Paris bringen wollte, zu entwerfen. Die Predigt über die Unſterblichkeit der Seele wurde einſt⸗ weilen in den Tiſchkaſten gt.

Als er ſich eben recht in den gekommen fühlte, und die Feder kaum raſch genug ſeinem Gedanken⸗ gange folgen konnte, klopfte es ſtark an der Thür, die ſich auf ſein ziemlich unwillig betontes Herein ſofort öffnete.

Der Eintretende war ein Mann von mittleren Jahren, den eine kühne und verwegene Phhſiognomie charakteriſirte und der, klein aber energiſch von Ge⸗ ſtalt und Ausſehen, in ſeinem ganzen Weſen etwas Abentenerliches und Unternehmendes zur Schau trug. Auch in ſeiner Kleidung hatte er ſich einen etwas phantaſtiſchen Anſtrich zu geben gewußt, und der graue Hut, den er noch beim Eintreten auf dem Kopf hatte und erſt in der Mitte des Zimmers langſam abnahm, hatte ſowohl durch ſeine runde breitkrämpige Form wie durch das flammend rothe Band, mit dem er ein⸗ gefaßt war, etwas höchſt Auffälliges.

Ah, willkommen Etienne Clavidrel rief Mirabeau,

indem er von ſeinem Schreibtiſch aufſſprang und den

Angekommenen herzlich umarmte. Sie kommen doch nicht, um Abſchied von mir zu nehmen? Man ſagt, daß Ihr Genfer, obwohl man Euch hier in England wahrhaft auf Roſen gebettet hat, doch nicht recht zu⸗ frieden ſeid mit der großbrittaniſchen Generoſität, und daran denkt, das Aſyl zu wechſeln und anderswo hin⸗ zugehen?

Mehrere von uns wollen abreiſen, entgegnete der Fremde mit einem Ausdruck von Mißmuth. Siordet, Janot und Andere wollen nach Neufchätel gehen und

Mirabeau. II. 2