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halten, und da er kein Wort ſpricht, ſo wird ihn Eure Hoheit weder ſehen noch hören und mit etwas gutem Wil⸗ len ſich einbilden, er ſei hundert Meilen entfernt.“
„Mein Lieber,“ entgegnete der Herzog,„wißt Ihr, was ich am klarſten in Allem dem ſehe? Daß Ihr mir mißtraut.“
„Monſeigneur, es iſt übermorgen Pfingſten.
„Was geht mich Pfingſten an? Habt Ihr bange, der heilige Geiſt könnte in der Geſtalt einer feurigen Zunge herabſteigen, um mir die Thüre meines Kerkers zu öffnen?“
„Nein, Monſeigneur, aber Ihr wißt, was der Ma⸗ gier prophezeiht hat.“
„Und was hat er prophezeit?“
„Der Pfingſttag werde nicht vorübergehen, ohne daß Eure Hoheit ſich außerhalb Vincennes befände.“
„Du glaubſt alſo an Magier, Dummkopf?“
„Ich?“ ſagte La Ramée,„ich kümmere mich nicht ſo viel darum,“ und er ließ ſeine Finger ſchnalzen,„aber Monſignor Giulio kümmert ſich darum: als Italiener iſt er abergläubiſch.“
Der Herzog zuckte die Achſeln.
„Nun wohl, es ſei,“ ſagte er mit vortrefflich ge⸗ geſpielter Gutmüthigkeit,„ich nehme Grimaud an, denn ohne dieſes würde die Sache nie zu Ende kommen; aber ich will Niemand außer Grimaud. Ihr beſorgt Alles und beſtellt ein Abendbrod, wie Ihr es für gut findet; das einzige Gericht, welches ich bezeichne iſt eine von den Pa⸗ ſteten, von denen Ihr geſprochen habt. Ihr beſtellt ſie für mich, damit der Nachfolger von Vater Marteau ſich ſelbſt übertrifft, und Ihr verſprecht ihm meine Kundſchaft, nicht nur für die ganze Zeit, die ich im Kerker bleibe, ſondern auch für den Augenblick, wo ich denſelben ver⸗ laſſen haben werde.“
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