Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 1.-3. Bändchen (1845) Vingt ans après
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lung, welche, wie geſagt, mehr die eines Geſpenſtes, als eines Lebendigen zu ſein ſchien, das waren die von Höflingen leeren Fluren, die von Wachen vollen Höfe, das war das ſpöttiſche Gefühl, welches von der Straße heraufkam und durch die Scheiben dieſes von dem Hauche einer ganzen gegen den Miniſter verbundenen Stadt erſchütterten Zimmers drang; das war endlich das ent⸗ fernte und unabläſſig erneute Geräuſch von Schüſſen, welche zwecklos und erfolglos abgefenert wurden, nur um den Garden, den Schweizern, den Musketieren und den Soldaten, welche das Palais Royal umga⸗ ben, denn das Palais Cardinal hatte ſelbſt ſeinen Namen verändert, zu zeigen, daß das Volk auch Waf⸗ fen beſitze.

Dieſes Geſpenſt von Richelien war Mazarin.

Mazarin aber war allein und fühlte ſich ſchwach.

Fremder! murmelte er,Italiener! das iſt ihr großes Wort. Mit dieſem Worte haben ſie Coneini er⸗ mordet, aufgehängt, verſchlungen. Und wenn ich ſie machen ließe, würden ſie mich ermorden, hängen, ver⸗ ſchlingen, wie Jenen, obgleich ich ihnen nie etwas anderes Böſes zugefügt habe, als daß ich ein wenig Geld auspreßte. Die Dummköpfe, ſie fühlen nicht, daß ihr Feind nicht dieſer Italiener iſt, der ſchlecht Franzöſiſch ſpricht, ſondern vielmehr diejenigen, welche das Talent haben, ihre ſchönen Worte mit einem ſo reinen und guten Pariſer Accent vorzubringen.

Ja, ja, fuhr der Miniſter mit ſeinem feinen Lächeln fort, welches dießmal ſeltſam auf ſeinen bleichen Lippen erſchien,ja, Euer Geſchrei ſagt mir, daß das Geſchick der Günſtlinge precär iſt. Aber wenn Ihr dieß wißt, ſo müßt Ihr auch wiſſen, daß ich kein gewöhnlicher Günſtling bin! Der Graf von Eſſer beſaß einen glänzen⸗ den, mit Diamanten verzierten Ring, den ihm ſeine königliche Geliebte geſchenkt hatte. Ich beſitze einen einfachen Ring mit einer Chiffre und einem Datum,

aber dieſer Ring iſt in der Kapelle des Palais Royal