Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Tagtäglich kam Zamor von der Villa und brachte ſtets die Nachricht, daß Werner immer noch nicht da ſei.

Endlich, eines Tages ganz früh, pochte Zamor an das Blockhaus und verkündete, daß die Gräfin eben angekommen ſei, aber ohne Werner, welchen ſie beim Kaufmann Smith in Natchez zurückgelaſ⸗ ſen hätte, indem es dort viel zu ordnen gäbe.

Eva warf ſogleich ihr Tuch um und bat Za⸗ mor, ſie nach der Villa zu bringen, ſie wolle die Gräfin fragen, wie es Wernern gehe. Sie ließ ſich nicht halten und an des Negers Seite ſchritt ſie der Villa der Gräfin zu. Dort angekommen. wurde ſie ſogleich von der Gräfin, welche un⸗ gewöhnlich bleich war, empfangen. Ihre Augen glühten unheimlich unter den ſchwarzen, verwirr⸗ ten Locken und mit einem matten Blicke ſah ſie Eva an.

Sie ſind es? ſagte ſie und ſtreckte der Far⸗ merstochter ihre Hand entgegen.

Was macht Werner? Iſt er geſund? fragte Eva haſtig und drückte die dargebotene Hand, die plötzlich aus der ihrigen gezogen wurde.