Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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6.

‚An Dir Aren ich nichts ſchmeicheln, Betty!

Ach ſchweig, Zamor! Doch halt, ich be⸗ ſinne mich, ich habe ja Wein in das Zimmer der Gräfin zu tragen, willſt Du mir helfen?

Befiehl, Liebchen!

Das Paar begab ſich in den Keller und holte einen Korb Wein herauf, den ſie in das Zimmer der Herrin trugen. Auf dem Wege dahin und dort gab es für Zamor nun viel zu bewundern und beſonders ein Pianoforte erregte ſeine unge⸗ theilte Aufmerkſamkeit. Der Deckel war zurückge⸗ ſchlagen und man konnte die Taſten ſehen. Zamor ging hin und wußte noch nicht, daß dieſem ſchönen, polirten Kaſten Töne zu entlocken wären und griff neugierig auf die Taſten. Beſtürzt fuhr er zurück und beſah ſeine Hand, denn angenehme Klänge ſchlugen an ſein Ohr. Man weiß, daß die Neger einem beſonderen Sinn für Muſik haben und er konnte es nicht übers Herz bringen, noch einmal darauf zu drücken. O, das kitzelte ſeinem Ohr, er gebrauchte die andere Hand und gleich einem Kinde, mit einem unbekannten Spielzeuge

munivielend⸗ klimperte er auf den Taſten.

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