Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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der zunehmenden Herrlichkeit des Morgens:Die ganze Armee von Paris haut ein. Ein Drittel dieſer Armee liegt auf der Barrikade, in der ihr ſeid. Ueberdies die Nationalgarde. Ich habe die Tſchako des fünften Linien⸗ regiments und die Standarten der ſechſten Legion erkannt. Binnen einer Stunde werdet ihr angegriffen werden. Was das Volk betrifft, ſo war es geſtern im Aufruhr, aber heute Morgen rührt es ſich nicht. Ich erwarte ſo wenig eine Vorſtadt, wie ein Regiment. Ihr ſeid verloren.

Dieſe Worte fielen in das Summen der Gruppen, und machten die Wirkung von den erſten Tropfen eines Regenguſſes. Alle blieben ſtumm. Es entſtand einen Augen⸗ blick ein unbeſchreibliches Schweigen, in welchem man den Tod hätte fliegen hören können.

Dieſer Augenblick war kurz.

Eine Stimme aus dem tiefſten Hintergrunde der Gruppe rief Enjolras zu:

Es ſei. Machen wir die Barrikade zwanzig Fuß hoch und bleiben wir Alle darin. Bürger, leiſten wir mit unſeren Leichen Proteſt. Zeigen wir, daß, wenn das Volk die Re⸗ publikaner verläßt, die Republikaner das Volk nicht ver⸗ laſſen.

Dieſe Worte befreiten von der anfänglich mehr indi⸗ viduellen Beſorgniß die Gedanken Aller. Ein enthufiaſtiſcher Beifallsruf nahm ſie auf.

Man hat nie den Namen deſſen erfahren, der ſo ſprach. Es war irgend ein unbekannter Blouſenträger, ein vergeſſener, ein vorübergegangener Held, der ganz unbekannt, der ſtets bei den menſchlichen Kriſen betheiligt iſt, der auf erhabene Weiſe das entſcheidende Wort ſprach, und der in der Dunkelheit verſchwand, nachdem er eine Minute in dem Lichte eines Blitzes das Volk und Gott vertreten hat.

Dieſer unerbittliche Entſchluß lag ſo in der Luft des 6. Juni 1832, daß beinahe in derſelben Stunde auf der