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Streng genommen iſt der erſte beſte Mann von Genie oder von Glück genügend, einen König daraus zu machen. Für den erſten Fall hat man Napoleon und für den zweiten die Iturbiden.
Aber die erſte beſte Familie genügt nicht, eine Dy⸗ naſtie zu bilden. Die Runzeln der Jahrhunderte laſſen ſich nicht improviſiren.
Welches ſind nun die Eigenſchaften einer Dynaſtie? Sie muß national ſein, das heißt revolutionär, nicht durch begangene Handlungen, ſondern durch angenommene Ideen. Sie muß aus der Vergangenheit und aus der Zukunft beſtehen, hiſtoriſch und ſympathiſch ſein.
1830 brachte man dieſe Theorie in Frankreich zur An⸗ wendung.
1830 iſt eine Revolution, die auf halbem Wege ſtehen blieb. Ein halber Fortſchritt; ein halbes Recht.
Wer hemmt die Revolutionen auf halbem Wege? Der Bürgerſtand.
Weshalb? Weil der Bürgerſtand der zur Befriedigung gelangte Eigennutz iſt. Geſtern war es der Appetit, heute die Befriedigung, morgen wird es die Ueberſättigung ſein.
Man hat mit Unrecht aus dem Bürgerſtande eine Klaſſe der Geſellſchaft machen wollen. Der Bürgerſtand iſt ganz ein— fach der befriedigte Theil des Volkes. Der Bürger iſt ein Menſch, der Zeit gefunden hat, ſich zu ſetzen. Allein wenn man ſich früh ſetzen will, kann man ſelbſt den Gang des Menſchengeſchlechts hemmen, und das iſt oft ein Fehler des Bürgerſtandes geweſen.
Dieſer Bürgerſtand bedurfte 1830 gleich den Staats⸗ männern eines Mannes, der die Revolution bedeutete und zugleich die Stabilität, oder mit andern Worten, der die Gegenwart durch die offenbare Ausſöhnung mit der Zukunft
ſicherte.


