welche ſie ausbeuten wollen. Anfangs verlangt die Nation nichts als Ruhe; ſie hat nur einen Wunſch, den Frieden. Große Ereigniſſe, große Zufälle, große Abenteuer, große Männer hat man, Gott ſei Dank, hinlänglich geſehen und iſt ihrer ſatt. Man iſt ſeit Anbruch des Tages auf den Beinen und am Abend eines langen mühſamen Tages an⸗ gelangt; alle Welt verlangt nach einem Bett.
Dies und die Ruhe zeigen ſich. Man bekommt Frie⸗ den, Ordnung, Muße. Alle ſind zufrieden. Indeß zeigen ſich zugleich gewiſſe Thatſachen und klopfen an die Thür, ſie entſpringen der Revolution und den Kriegen und ſind die Quartiermacher für kommende Ereigniſſe.
Während die ermüdeten Menſchen nach Ruhe ver⸗ langen, fordern die vollbrachten Thatſachen Bürgſchaften. Dieſe ſind nun eine Nothwendigkeit der Zeiten. Man muß ſie gewähren. Die Fürſten oetroyiren ſie, aber in der That iſt es die Gewalt der Dinge, welche ſie gewährt.
Die Familie, welche nach dem Sturze Napoleons nach Frankreich zurückkehrte, hatte die verhängnißvolle Einfalt, zu glauben, ſie ſei es, die gäbe, und könnte das Gegebene wieder zurücknehmen; das Haus Bourbon beſäße das gött⸗ liche Recht und Frankreich beſäße nichts; das politiſche Recht, welches Ludwig XVIII. in der Charte bewilligte, wäre nichts anderes als ein Zweig des göttlichen Rechts, gnädiger Weiſe ſo lange gelaſſen, bis es dem Könige ge⸗ fallen würde, es zurückzuziehen. Indeß hätte das Haus Bourbon an dem Widerwillen, mit dem es gab, fühlen ſollen, daß die Gabe nicht von ihm herrührte. Es erkannte es nicht, daß es ſich in eben den Händen befand, welche Napoleon fortgeſtoßen hatten, es glaubte Wurzel geſchlagen zu haben, weil es die Vergangenheit war. Es täuſchte ſich; es bildete einen Theil der Vergangenheit, aber dieſe ſelbſt war Frankreich.
Das Haus Bourbon war für Frankreich das be⸗


