Teil eines Werkes 
3. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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— alle Talente beizubringen, die der öffentlichen Sache nütz⸗ lich ſein können. Von 1815 bis 1830 ahmte er das Kollern

des Truthahns nach; von 1830 bis 1840 kritzelte er eine

Birne auf die Mauern. An einem Sonnabend kehrte Lud⸗ wig Philipp zu Fuß von einem Spaziergange zurück und ſah einen ganz kleinen Burſchen, der ſchwitzte, indem er ſich auf die Zehen hob, um eine rieſige Birne auf einem der Pfeiler des Gitterthors von Neuilly mit Kohle zu malen; mit jener Gutmüthigkeit, die er von Heinrich IV. geerbt hatte, half der König den Gamin, machte die Birne fertig und gab dann dem Kinde einen Louisd'or, indem er ſagte: Auch darauf iſt die Birnel

Der Gamin liebt den Tumult. Ein gewiſſer gewalt⸗ ſamer Zuſtand gefällt ihm. Er verabſcheut die Pfarrer. Eines Tages machte einer dieſer jungen Schelme in der Rue d'Univerſité eine Naſe gegen den Thorweg der Nr. 69.

„Weshalb machſt Du das gegen die Thür?“ fragte ein Vorübergehender.

„Es hauſt da ein Pfarrer.“ In der That wohnt dort der Nuntius des Papſtes. Wie groß übrigens auch der Voltairianismus des Gamins ſein mag, ſo nimmt er, wenn die Gelegenheit ſich bietet, doch das Amt eines Chorknaben an und verſieht dann bei der Meſſe ſein Amt ganz anſtändig. Zwei Dinge giebt es, deren Tantalus er iſt, und die er beſtändig erſehnt, ohne ſie erreichen zu können: den Sturz der Regierung und eine neue Hoſe.

Ein vollkommener Gamin kennt alle Stadtdiener von Paris, und wenn er einen derſelben begegnet, weiß er den Namen unter das Geſicht zu ſetzen. Er zählt Dir Alle an den Fingern her; er ſtudirt ihre Sitten und hat über jeden ſeine beſonderen Kenntniſſe. Er ließt in den Seelen der Polizei, wie in einem offenen Buche. Er ſagt ganz geläufig ohne zu ſtocken: der iſt ein Verräther, der iſt ſehr bos⸗ haft, der iſt groß, der iſt lächerlich;(alle dieſe Worle

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