eau ens
otel len em
S — *
der
er ſ⸗ on d zu
23—
beiden Domeſtiken, indem er ihnen von Zeit zu Zeit den geringen Grad ſeiner Zufriedenheit zu erkennen gab.
„Wirklich!“ ſagte er, indem er in den tapezirten Saal trat und ſich pathetiſch in einen ungeheuern mit violet⸗ tem Sammet gepolſterten Seſſel mit vergoldeter Lehne ſetzte, „wirklich, ich muß Euch ſagen, daß meine Befehle ausge⸗ führt, aber ſchlecht ausgeführt worden ſind.“
„Wir haben Alles gethan, was möglich war, Excel⸗ lenz,“ entgegnete der Diener.„Aber wie gereinigt auch dieſe Zimmer ſein mögen, ſo werden ſie doch immer ſtau⸗ big erſcheinen und zwar in Folge des traurigen Anblick's dieſer wackeligen Möbels und dieſer bemalten Wände. Wenn dies Alles eben ſo, wie die Fenſtervorhänge gewechſelt wor⸗ den wäre, ſo würden Sie ſehen, wie dieſe Zimmer glän⸗ zen würden.“
„Du biſt ein Dummkopf, der Nichts verſteht,“ rief der Baron,„ſonſt würdeſt Du mehr Werth auf dieſe anti⸗ ken Möbels legen, dieſe herrlichen Ueberreſte des Glanzes irgend einer berühmten römiſchen Familie. Was die Wände betrifft, Dummkopf, ſo mußt Du wiſſen, daß ſie ein pracht⸗ volles Gemälde der ganzen Vhthologie darbieten. Weißt Du, ias die Mhthologie iſt? Nein, Du weißt es nicht. Wohlan, ſo wiſſe, daß die Mhthologie etwas Großarti⸗ ges iſt.“ 6 „Ah, ohne Zweifel beſitzen Sie ſehr gelehrte Kennt⸗ niſſe, Excellenz,“ antwortete der Diener,„und deshalb wundere ich mich auch nicht zu ſehen, daß Sie ſo großen Werth auf dieſe alterthümlichen Dinge legen.“
„Ganz gewiß gehört nicht viel Mühe dazu, um zu finden, daß ſie vielleicht bis zur Zeit Aleranders vl. hin⸗ aufreichen. Daraus kannſt Du erſehen, daß dieſe Möbels, dieſe Stühle, auf denen vielleicht ein Spada geſeſſen hat, ein Nachkomme jener Fürſtenfamilie, deren Reichthum ſo lange Zeit in Rom ſprichwörtlich war, daß dieſe Stühle, ſage ich, nicht zu verachten ſind. Ah, iſt die Vergoldung


