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ihn ſeit einiger Zeit bei gewiſſen Gelegenheiten peinigte— „die Baroneſſe iſt auf Reiſen.“
„Das iſt ein ſehr angenehmer Zeitvertreib!“ ſagte Louiſe.
„Und Sie haben ſie nicht begleiten wollen?“ fragte Eugenie.
„Ich liebe vor allen Dingen Bequemlichkeit und Ruhe, meine liebe Tochter,“ antwortete der Baron,„ich bin müde und lege wenig Werth auf jene flüchtigen Zerſtreuungen, welche die Reiſen zur Entſchädigung für die tauſend klei⸗ nen Leiden, die ſie in ihrem Gefolge haben, gewähren. Ach!“ ſetzte er hinzu, indem er wieder ſtark huſtete,„das Reiſen bekommt mir durchaus nicht.“
„Sagten Sie mir nicht vorhin, daß Sie zurückgezo⸗ gen von der Stadt Rom lebten?“
„Das iſt wahr! ich wohne in der Nähe der kleinen Stadt Aquapendente, wo ich ein ganz kleines Häuschen beſitze, welches ich von heute an zu Deiner Dispoſition ſtelle.“
„Tauſend Dank, mein Vater, unglücklicherweiſe werde ich von dieſem gütigen Anerbieten keinen Gebrauch machen können, denn die unaufhörlichen Arbeiten, die uns, Louiſen und unſer Engagement auflegt, halten uns davon ab.“
„O,“ ſagte der Baron,„dennoch hoffe ich, daß Du mir dus Vergnügen eines Beſuch's ge wirſt— ſei er auch noch ſo kurz.“
„Es liegt S alſo wohl viel an dieſem Beſuche?“
„Ob mir daran liegt!“ rief der Baron.„Ich er⸗ warte ihn mit der größten Ungeduld und bitte Dich, doch ja recht bald in Begleitung Deiner liebenswürdigen Lehre⸗ rin und Freundin einen Blick auf dieſes kleine Beſitzthum
zu werfen, welches von dieſem Augenblicke an eben ſo gut
das Deine iſt, als das meine, Eugenie.“ „Sie ſind in der That zu freundlich, mein Vater.“ „Ich verſichere Dir, daß Du jetzt bei mir nicht mehr
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