ſeine Zunge gelähmt, er hemmte ſeine Schritte und ließ ſich nach und nach einholen und überholen, zuerſt von den Vorderſten, dann von den Mittleren und endlich von den Letzten. Und als er dieſe tiefe Traurigkeit ſah, ſchüttelte er den Kopf und ſagte:
„Ich täuſchte mich; nur der gute Gott vermag etwas für dieſe armen Leute.“
Jedermann war der Anſicht von Baſtien, wie es ſcheint, denn Niemand wagte ein Wort des Troſtes; man hörte nur das Geräuſch des Schluchzens und das der Ach!
Baſtien war ſogar nicht einmal mehr auf ihrem Wege. Er hatte ſich auf die Seite geſtellt, um ſie vor⸗ übergehen zu laſſen, entſchloſſen, kein Zeichen ſeines Daſeins Conſcience zu geben, gegen welchen er ſich ein wenig im Unrecht fühlte ſollte Conſcience nicht auf ihn aufmerkſam ſein. Conſcience hatte aber große blaue Augen, denen nichts entging Conſcience erblickte Baſtien, und er, der ſo gut in den Herzen las, ſah ein ſolches Mitleid in dem des Huſaren, daß er ſeine Mutter verließ und gerade auf ihn zuging.
Baſtien ſah ihn kommen und ſchaute nach rechts und nach links, um ſich zu verſichern, daß ſich Conſcience wirklich ſeinetwegen bemühe: es ließ ſich nicht daran zweifeln, er war beinahe allein auf dem Rande des Grabens, entfernt von allen Gruppen.
Er ging auch mit ausgeſtreckten Armen Conſcience entgegen.
Zu gleicher Zeit ergriff ihn ein ihm gänzlich unbe⸗ kanntes Gefühl, das ſich ſeiner völlig bemächtigte und ſein Herz tief erſchütterte.
„Ah! mein armer Conſcience!“ rief er, während er ihn umarmte,„Du wirſt alſo abgehen, Tod und Teufel! Du biſt alſo dem Lvoſe verfallen, tauſend Donner! Das iſt nicht gerecht, wahrhaftig nicht Gott! ein braver Junge, wie Du, die Perle der guten Kinder! der mir


