Teil eines Werkes 
15.-17. Bdchn (1851)
Entstehung
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Madame, ſagie Lothario mit Zögern und Ban⸗ igkeit. 3Uebrigens werden Sie da ſein, fuhr ſie fort.Sie bleiben im Wagen, ein paar Schritte von dem Orte, wo ich mit dem Grafen von Eberbach reden werde. Wenn der Graf, nachdem ich mit ihm geſprochen, nicht auf Sie zuläuft und Sie umarmt und Ihnen dankt, ſo ſteht es Ihnen frei, zu erſcheinen und die Angelegenheit zu Ende zu führen, wie es Ihre Ehre heiſchen wird. Auf dieſe Art haben Sie, denke ich, keine Einwendung mehr dage⸗ gen, daß ich mit Ihnen gehe.

Madame, Madame, es handelt ſich hier nicht um Frauenvergleiche oder Auswege. Sie täuſchen mich nicht, um mich zu retten? Madame, bei Allem, was Ihnen auf der Welt theuer iſt, Sie ſchwören mir, daß ich, wenn Sie den Grafen nicht beſchwichtigen, immer noch mein Leben ſeinem Zorne darbieten kann?

Ja, gewiß, bei Allem, was ich Theures auf der

Welt habe, ſchwöre ich es Ihnen, Lothariv.

Lothario zögerte noch.

Nun, ſo laſſen Sie uns gehen, ſagte er wie mit Bedauern.Die Zweifel wollen Stunden, und wir haben nur Minuten.

Sie ſtiegen in den Wagen und fuhren raſch nach Saint⸗Denis.

Doch unter Weges überſielen die Bedenklichkeiten abermals den ſtolzen jungen Mann. Eine Frau an ſeiner Stelle in einer Angelegenheit ſchicken, die nur unter Männern vor ſich gehen konnte, es lag darin etwas, was unüberwindlich ſeinem Charakter widerſtrebte.

Mein liebes Kind, ſagte Olympia,Sie berück⸗ ſichtigen nicht, daß wir nicht in alltägiichen Umſtänden find. Ach! unſerer Aller Lage iſt eine noch viel mehr ausnahms⸗ weiſe, als Sie ſich vorſtellen. Das iſt nicht der Augen⸗ blick, um bei gewöhnlichen Empfindlichkeiten ſtehen zu bleiben. Es handelt ſich hier um Dinge und Bedräng⸗