Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1851)
Entstehung
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die einen ſo revolutionären Anſchein haben! Als geſtern in meiner Gegenwart zu Odillon Barrot Jemand ſagte, einen Staatsſtreich müßte man mit einer Revolution er⸗ wiedern, ſchrie er auf und erſchrak bei dem Gedanken, das Volk auf die Straßen zu rufen. Die Geſetzlichkeit, darüber gehen ſie nicht hinaus. Alles gegen die Miniſter, nichts gegen den König. Sie werden übrigens wohl kommen müſſen. Ich werde mich ſehr beluſtigen an dem Tage, wo ſie, nach einem Portefeuille zielend, die Krone zerbrechen.

Julius ſchien gleichgültig bei allen dieſen NReuigkeiten und antwortete nicht.

Sage voch, fragte Samuel, plötzlich den Gegen⸗ ſtand wechſelnd,haſt Du endlich Friedrike geſchrieben?

Ein unmerkliches Beben entſchlüpfte Julius. Aber das Licht der Lampe war ſo ſchwach, daß es Samuel nicht wahrnehmen konnte.

Ja, antwortete Julius,ich habe ihr dieſen Morgen geſchrieben..

Das iſt ein Glück! Sie mußte anfangen böſe auf mich zu ſein. Doch Du weißt, in welchem Grade ich unſchuldig bin. Ich verſprach Friedrike, ibr nachzufolgen oder ihr wenigſtens zu ſchreiben, ſobald ich Dir ihre Ab⸗ reiſe mitgetheilt hätte. Aber nun ſprichſt Du nicht mehr, und ich wußte nicht, was ich ihr fagen ſollte. Sie muß ſehr beunruhigt ſein. Du kündigſt ihr wohl an, daß Du zu ihr kommen werdeſt?

Bei meiner Treue, nein, erwiederte Julius.Was ſoll ich auf den Landſtraßen machen? ich ſchreibe ihr, ſie möge nach Paris zurückkommen, wenn ſie wolle.

Es ſcheint, Du haſt keine Eile, ſie wiederzuſehen, ſagte Samuel, indem er verſtohlen im Geſichte von Ju⸗ lius forſchte..

Du täuſcheſt Dich. Ich werde ſehr glücklich ſein, ſie wieder zu umarmen. Doch ſiehſt Du, ich bin in einer Lage des Geiſtes, daß ich mich nicht mehr viel in