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ein Raufer mit der Feder. Er iſt ſehr muthig, ich gebe es zu! er weicht ebenſo wenig vor einer Idee, als vor einem Menſchen zurück. Das iſt ein wenig läſtig für uns. Er compromittirt uns und führt uns tlefer hinein, als wir gehen wollen. Doch im Ganzen, da er nichts Anderes verlangt, als ſich zu ſchlagen und für ſeine Ar⸗ tikel Genugthuung zu geben, ſo laſſen wir ihn gewähren.“
„Sie können ihn ſogar ſich für die Ihrigen ſchlagen laſſen,“ ſagte Samuel.
„Das thun wir ein wenig,“ erwiederte naiv der Journaliſt.
Samuel hatte auf den Lippen das ihm eigenthümliche bittere Lächeln, indem er die Seele dieſes Führers von einem großen Volke prüfte.
„Ich ſchließe mich der Meinung an, die Sie vom National haben,“ ſagte er.„Doch ich muß ihm einen Vorwurf machen, wenn Sie mir erlauben.“
„Sprechen Sie, ſprechen Sie, ich liebe die Dis⸗ cuſſion.“
„Ich leſe den National alle Tage, ſeitdem er er⸗ ſcheint. Aber, trotz meiner Beharrlichkeit und Aufmerk⸗ ſamkeit, wollte es mir noch nicht gelingen, genau einzu⸗ ſehen, was er will. Ich bemerke wohl, daß er die Re⸗ gierung angreift. Doch iſt die Regierung unten, was er an ihre Stelle zu ſetzen? Etwa die Repu⸗ blik?“
1„Die Republik!“ ſchrie der Journaliſt auf,„die Republik!“
„Warum nicht?“ verſetzte Samuel Gelb trocken.„Sie fallen in dieſem Augenblick über den Thron her: das ge⸗ ſchieht wahrſcheinlich nicht in der Abſicht, ihn zu be⸗ feſtigen?“
„Die Republik!“ wiederholte der Journaliſt er⸗ ſchrocken;„damit die Republik möglich wäre, müßte es ja Republikaner geben. Und wer iſt Republikaner in Frank⸗ reich? Lafayette, etwa! und einige Träumer, einige Eral⸗
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