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Er war weder wegen der Küche, noch wegen des Kellers des Banquier gekommen. Niemand ſah erſtaunt oder verlegen über ſeine Gegenwart aus. Im Gegentheil, den Häuptern der bürgerlichen Revolution war es nicht unongenehm, ihre Rolle und ihre Wichtigkeit vor einem Fremden, welcher Mitglied des Tugendbundes, auszu⸗ breiten.
„Nun, Herr Samuel Gelb,“ ſagte der Banquier, indem er ſich unmittelbar an ihn wandte, als wollte er ihn er⸗ mächtigen, bei dieſem vertrauteren Geſpräche zu bleiben; „nun, wie finden Sie, daß wir uns in Frankreich beneh⸗ men? Ich hoffe, Sie ſind nicht ganz unzufrieden mit unſerer kühnen Adreſſe der Zweihunderteinundzwanzig?“
„Ich habe darin nur ein Wort zu viel gefunden,“ erwiederte Samuel.
„Welches Wort, wenn es Ihnen beliebt?“ fragte der kleine Geſchichtſchreiber⸗Jvurnaliſt.
„Die Adreſſe der Zweihunderteinundzwanzig,“ ſagte Samuel,„endigte, wenn ich mich recht erinnere, mit dem ziemlich würdigen und ſtolzen Satz:„„Die Charte hat aus dem immerwährenden Zuſammenwirken der politiſchen Abſichten Ihrer Regierung mit den Wünſchen Ihres Volkes die unerläßliche Bedingung des regelmäßigen Ganges der öffentlichen Angelegenheiten gemacht...““
„Sire,“ fuhr der Banquier, gefällig die Phraſe vol⸗ lendend, fort,„unſere Ergebenheit, unſere Redlichkeit nöthigen uns, Ihnen zu ſagen, daß dieſes Zuſammen⸗ wirken nicht mehr beſteht.“
„Ja, der Grund iſt ziemlich feſt; doch ich bin ärger⸗ lich über das Wort: Ihr Volk. Darf man im neun⸗ zehnten Jahrhundert ſagen, ein Volk gehore einem Men⸗ ſchen und ſei ſeine Sache, wie eine Herde Schafe oder ein Sack Thaler, den man nach Belieben verkaufen oder ausgeben kann?“
„Sie haben vielleicht Recht,“ erwiederte der Jour⸗ naliſt,„doch bah! was iſt an einem Worte gelegen?“


