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um die Gäſte her, als daß ſich das Geſpräch nicht in den allgemeinen Ausdrücken halten mußte.
Samuel nahm ſeine Genugthuung für dieſes ge⸗ zwungene Stillſchweigen dadurch, daß er auf ihrem Ge⸗ ſichte ſelbſt die Seele dieſer Menſchen ſtudirte, welche die Anmaßung hatten, eine Revolution zu machen und dann beherrſchen zu wollen.
Es war in der That an dieſer Tafel eine Samm⸗ lung von Perſonen, welche zu prüfen für den ernſten Beob⸗ achter ſich der Mühe lohnte.
Der Herr des Hauſes zuerſt.
Das war der wahre Geſchäftsführer einer Revolution, der geſchmeidige, freundliche Unterhändler der zu paaren⸗ den Meinungen, der Verbindungsriemen zwiſchen den Ideen und den Menſchen. Durch die Bank an die Speeulationen gewoͤhnt und immer vom Glücke begünſtigt, war er zu den politiſchen Speculationen bereit, und er brachte dazu die Kühnheit und die umfaſſende Weite, die er bei ſeinen Handelsoperationen gehabt hatte. Er war der Typus des volksthümlichen Bürgers. Er beſaß nicht die leidenſchaftliche Stärke, welche die Maſſen zu den oͤffentlichen Plätzen fortreißt; aber es war unmöglich, ihm in einem Salon zu widerſtehen. Samuel ſondirte mit einem Blick die oberflächliche Macht und die weibiſche Herrſchaft dieſes Mannes, von dem man ſo richtig geſagt hat, er habe nicht conſpirirt, ſondern geplaudert zu Gun⸗ ſten des Herzogs von Orleans.
Zur Rechten des Banquier ſaß ein berühmter Lieder⸗ dichter, Academiker, Deputirter, Miniſter vermöge der Weigerung, Genie, Glorie vermöge der Verachtung, ſeit einem Monat im Schloſſe einquartiert, ein Mann, der von ſeiner Manfarde und von ſeinen Holzſchuhen ſprach, wäh⸗ rend er ein Glas Tokayer ſchlürfte.
Samuel gegenüber, ein kleiner Advocat⸗Geſchicht⸗ ſchreiber⸗Journaliſt, der unabläßig mit einer dünnen, kreiſchenden Stimme das Ohr ſeiner Nachbarn zerriß.


