Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1851)
Entstehung
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Seht dort.

Und er ſtellte ſich auf alle Viere gerade an dem Platze der reizenden Ziege und fing an um ſich ſelbſt zu wirbeln.

Haltet ein! rief Gretchen erſchrocken.

Ihr ſeht, ſprach der Fremde zurückkehrend,Ihr ſeht, wie die Ziegen über den Menſchen ſtehen: als es

Eure Ziege war, hattet Ihr keine Angſt. Ihr ſchätzt ſie

mehr als mich.

Die ſcheue Hirtin war ein wenig verwundert und verblüfft über dieſe heftigen Manieren. Dennoch gefiel der geſchmeidige, lebhafte Menſch dem geduldigen und ſtrengen Mädchen.

Ich ſagte Euch, ich liebe die Ziegen aus zwei Gründen, ſprach der Fremde:der zweite iſt ihr um⸗ herſchweifendes Weſen. Sie können es nicht am Platze aushalten. Auch darin gleichen wir uns. Die Ziegen find die Zigeunerinnen der Thiere.

Ihr ſeid Zigeuner? fragte Gretchen, raſch angezogen.

Bis an die Nagelſpitzen..

Meine Mutter war auch Zigeunerin.

Wahrhaftig? Dann ſind wir von derſelben Race.

Dieſe Beziehung gründete ſchnell unter ihnen eine Art von Vertraulichkeit.

Ohl es war für mich ein Bedürfniß, Jemand hier zu finden, der mich begriff! rief der Zigeuner.

Sie plauderten lange von der Zigeunerei, vom Leben in der freien Luft, vom Glück, nicht in den Häuſern der Städte auf einander geſchichtet zu ſein, von der Freude, frei mit den Pflanzen und Bäumen zu wachſen, und we⸗ nigſtens an der Seele die Flügel zu haben, welche die Vögel allein am Rücken haben.

Plötzlich bemerkte der Fremde, daß er die Stunde vergeſſen hatte.

Man erwartet mich ſagte er.Aber ich hoffe, unſere Bekanntſchaft wird nicht hiemit endigen. Wir