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12 matie, vom Wiener Hofe, von ſeiner Jugend mit Samuel und ihren Heldenthaten auf der Univerſität.
Er ſprach mit einer fieberhaften Lebhaftigkeit, welche Samuel mehr als ſeine vorhergehende Unempfinvlichkeit zu ängſtigen ſchien.
Zum Glück endigte das Mahl. Man ſtand vom Tiſche auf, und der Graf von Eber⸗ bach bot Friedrike den Arm, um in den Salon zurückzu⸗ kehren. Doch in dem Angenblick, wo ſie durch die Thüre gingen, fühlte Friedrike, wie der Arm des Grafen er⸗ ſtarrte und ſich von dem ihrigen losriß.
Julius fuhr mit der Hand nach ſeiner Stirne und murmelte:
„Oh! ich fühle mich unwohl, ſehr unwohl!“
Und ehe man ihn hatte aufhalten koͤnnen, fiel er rücklings zu Boden.
Samuel und Lothario ſtürzten auf ihn zu.
Auf das Geräuſch liefen die Bedienten herbei.
„Geſchwinde!“ rief Samuel,„das iſt eine Hirn⸗ congeſtion. Es iſt nicht ein Augenblick zu verlieren, tra⸗ gen wir ihn auf ſein Bett.“
Samuel und Lothario nahmen Julius ſelbſt und trugen ihn in ſein Zimmer.
Samuel ſagte, was man thun mußte, verordnete, und vervielfältigte ſich. Ehe ein Arzt gerufen werden konnte, nahm er es auf ſich, die heftigſten Reactiva zur Anwendung zu bringen, und nach Verlauf einer Stunde gelangte Julius wieder ein wenig zum Be⸗ wußtſein.
Als er die Augen öffnete, war ſeine erſte Geberde, daß er Jemand ſuchte, der ſich nicht im Zimmer befand.
Samuel begriff ſeinen Blick.
„Du verlangſit nach Friedrike, nicht wahr?“ fragte er.
Ein unmerkliches Zeichen von Julius antwortete: ja.
„Holt ſie aus dem Salon,“ ſagte Samuel zu einem Bedienten.
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