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„Alles, was Du willſt,“ antwortete Samuel.
„Ich danke.“
Julius klingelte und gab Befehl. Eine Viertel⸗ ſtunde nachher meldete ein Diener Seiner Excellenz, es ſei aufgetragen, und man ging in den Speiſeſaal.
Julius war munter, doch er aß wenig; die in der Venta zugebrachte Nacht, die Abreiſe von Olympia, der. Bruch mit der Prinzeſſin, die plötzliche Erſcheinung von Friedrike in ſeinem Leben, das waren mehr Erſchütterun⸗ gen, als an einem einzigen Tage ſeine erſchöpfte Natur ertragen konnte. Er war müde und ſchwach. Friedrike trug Sorge für ihn, nöthigte ihn, zu eſſen und zu ſpre⸗ chen, und Julius, um ihr zu gefallen, ſuchte ſich zur Hei⸗ terkeit und zum Lächeln zu zwingen.
Doch alle Anſtrengungen, die er machte, ermüdeten ihn noch mehr, und er fiel immer mehr gebrochen und erloſchen zurück.
Lothario war nicht im Stande, Schwung in das Mittagsmahl zu bringen. Von Allem, was man ſagte, hörte er nur das, was ihm Friedrike in dem Augenblick geſagt hatte, wo ſie allein geblieben waren. Sie konnte nicht ihm gehören! Sie war an einen Andern gebunden! An wen?
Alle dieſe Gedanken wehklagten in ſeinem Kopfe, und er heftete auf ſeinen Teller, den er nicht anrührte, düſtere, verzweifelte Augen.
Samuel allein ſprach, aß, lebte. Doch unter ſeinem ſprudelnden Weſen hätte ein aufmerkſamer Zuſchauer eine Art von ſeltſamem, düſterem Entſchluß bemerkt. Von Zeit zu Zeit ſchaute er Friedrike und Julius mit einer halb ſchmerzlichen, halb drohenden Miene an.
Am Ende des Mahles belebte ſich Julius ein wenig mit Hülfe ſeines Willens und des Weing. Das Blut ſtieg zu ſeinen bleichen Wangen empor. Seine Augen ent⸗ zundeten ſich. Er plauderte von Allem, von der Diplo⸗


