Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1851)
Entstehung
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habe oren rnen tän⸗ nge⸗ ielt,

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Aber wie konnte Friedrike dies wiſſen? hatte Samuel gefragt.Ich war allein in meinem Cabinet mit dem Abgeſandten der Carbonari. Das Zimmer von Friedrike iſt durch den Ruheplatz getrennt. Sollte ſie an der Thüre gehorcht haben? Doch in welcher Abſicht? Sie hätte vorher wiſſen müſſen, wir werden von wich⸗ tigen Dingen reden. Gleichviel! Thatſache iſt, daß ſie Alles gehört hat!

Zu meinem Glück! ſagte Julius.

Ja, gewiß! denn ich wäre ſehr in Verlegenheit geweſen, Dich zu retten. Ich hätte wohl Alles gethan, was ich hiefür hätte thun können; ich habe ſchon ange⸗ fangen, und auf die Gefahr, mich zu compromittiren, ſte ich für Dich geſprochen und mich für Dich ver⸗

Ich weiß es, unterbrach ihn Julius,Friedrike hat es mir geſagt; doch würdeſt Du mich benachrichtigt haben?

Samuel kannte ſeinen Julius und der Ton, mit dem die Frage gemacht wurde, dictirte ihm ſeine Antwort.

Würde ich einen ſolchen Verrath auf mich genom⸗ men haben? ich bezweifle es. Nach meinen Anſichten iſt die Menſchheit mehr werth als ein Menſch, wer er auch ſein mag. Ich hätte wohl mein Blut gewagt, aber nicht den Carbonarismus. Für ſo beherzt, für ſo bieder, für ſo ſtark ich Dich auch halte, ich hätte befürchtet, Dich, indem ich Dir die Gefahr vffenbarte, in Verſuchung zu führen, ſie um jeden Preis zu vermeiden.

Du hätteſt als Mann gehandelt, ſprach Julius; und ich wäre der Erſte geweſen, der Dein Benehmen ge⸗ billigt haben würde. Doch ſei unbeſorgt und grolle Fried⸗ rike nicht, daß ſie mich gewarnt hat, ſie, die kein Eid band. Ihr Schritt hat den Bund nicht gefährdet, davon ſei überzeugt, und ich werde Niemand anzuzeigen brau⸗ chen, um mich aus der Sache herauszuziehen. Ich habe ein Mittel, mich zu beſchützen, das nicht ein Haar einen