Teil eines Werkes 
5.-10. Bdchn (1851)
Entstehung
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Aber auch hier fand ſie nichts.

Sie ſuchte keuchend, verwirrt. Der Brief war auch nicht im Laboratorium.

Plötzlich erweckte ſie ein Geräuſch von Schritten. Man trat in das Cabinet ein.

Sie hörte die Stimme von Samuel ſagen:

Haben Sie die Güte, mein Herr, ſich zu ſetzen.

Sie vernahm das Rücken von Stühlen, und die Stimme von Samuel fuhr fort:

Welchem Umſtande verdanke ich die Ehre Ihres Beſuches?

Friedrike fühlte ſich kalt vor Schrecken. Das Labo⸗ ratorium hatte keinen andern Ausgang, als durch das Ca⸗ binet. Was würde Herr Samuel Gelb ſagen, wenn er

ſie hier überraſchte, und welche Entſchuldigung würde ſie für ihre Neugierde finden? Glück verhinderte der Thürvorhang, daß man ie ſah.

Sdie hielt ihren Athem an ſich und kauerte ſich, bleich

vor Angſt, in eine Ecke.

Yurch den Thürvorhang.

Welchem Umſtande verdanke ich die Ehre Ihres Be⸗ ſuches, mein Herr? fragte Samuel.

Friedrike hörte die Antwort auf dieſe Frage nicht, weil die Antwort ſtumm war. Während er ſprach, hatte Samuel, als ob es ohne Abſicht geſchähe, drei Finger der linken Hand ausgeſtreckt. Der Andere hatte dann ſicht⸗

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