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„Kurz,“ ſprach der König ſeufzend,„es iſt ent⸗ ſchieden, daß ich krank werde.“
„Ich befürchte es, Sire.“
„Ein Gegenmittel alſo, Lamartinidre, ein Gegen⸗ mittel, kommen wir dem Uebel zuvor.“
„Die Ruhe, Sire, ich kenne kein anderes.“
„Gut!“
„Die Diät.“
„Gut!“
„Die Zerſtreuungen.“
i halte ich Sie feſt, Lamartinisre.“ e ſo?“
„Ja, Sie verſchreiben mir Zerſtreuungen und ſagen
mir nicht, wie ich mich zerſtreuen ſoll. Nun denn! ich
verwerfe Sie als unwifſend, als höchſt unwiſſend! ver⸗
ſtehen Sie, mein Freund?“
„Und Sie haben Unrecht, Sire. Das iſt Ihr Feh⸗
ler, nicht der meinige.“
„Wie ſo?“
„Ja, man zerſtreut diejenigen nicht, welche ſich lang⸗ weilen, wenn ſie Herrn von Chauvelin zum Freund und Madame du Barry zur Geliehten haben.“
Hier trat ein Stillſchweigen ein, durch welches Ludwig XV. zu geſtehen ſchien, das, was Lamartinière geſagt, entbehre nicht der Vernunft.
Dann fuhr der König fort:
„Nun wohl! Lamartinisre, mein Freund, da wir von Krankheit ſprechen, urtheilen wir wenigſtens ver⸗ ſtändig. Nicht wahr, Sie fagen, ich habe mich mit Allem in dieſer Welt beluſtigt?“
„Ich ſage das, und es iſt ſo.“
„Mit dem Krieg?“
„Bei Gott! wenn man die Schlacht bei Fontenoh gewonnen hat.“
„Ja, das war ein beluſtigendes Schauſpiel, Men⸗
ſchen in Fetzen, vier Meilen lang und eine Meile breit


