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XIII.
Der Geſandte.
Als Roland zurückkehrte, fragte er nach dem er⸗ ſten Conſul und man antwortete ihm, der erſte Con⸗ ſul arbeite mit dem Polizeiminiſter.
Roland war der Vertraute des Hauſes; wer auch der Beamte ſein mochte, mit welchem Bona⸗ parte arbeitete, er hatte die Gewohnheit, mochte er nun von einer Reiſe oder von einem einfachen Aus⸗ gang zurückkehren, die Thüre des Kabinets halb zu öffnen und den Kopf hineinzuſtecken.
Häufig war der erſte Conſul ſo beſchäftigt, daß er gar nicht auf dieſen Kopf achtete, der hereingeſteckt wurde.
Dann ſagte Roland das einzige Wort:
„General!“
Was in dieſer intimen Sprache, welche die bei⸗
den Mitſchüler zu reden fortgefahren, ſo viel heißen
wollte, als:
„General, ich bin da; brauchen Sie mich; ich er⸗ warte Ihre Befehle.“
Wenn der erſte Conſul Roland nicht brauchte, antwortete er:
„Schon gut.“
Brauchte er ihn dagegen, ſo ſagte er das einzige Wort:
„Trete ein.“
Roland trat dann ein und wartete in einer Fen⸗
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