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Roland brachte nach den erſten Umarmungen das Geſpräch auf den Ueberfall der Diligence.
Wenn Frau von Montrevel nichts geſagt, wenn Lord Tannlay nur dürftige Details mitgetheilt, ſo war das mit Edouard ganz anders.
Dieſer Ueberfall der Diligence war ſeine Jliade.
Er erzählte Roland die Sache in ihren geringſten Einzelnheiten, die Gefälligkeit Jeromes gegen die Banditen, die geladenen Piſtolen, aus denen die Ku⸗ geln gezogen waren, die Ohnmacht ſeiner Mutter, die Unterſtützung, welche ihr von denen ſelbſt zu Theil wurde, welche Schuld daran waren, die Bekanntſchaft der Angreifenden mit ſeinem Taufnamen, endlich die Maske, welche einen Augenblick von dem Geſichte desjenigen gefallen, der Frau von Montrevel beige⸗ ſprungen, wodurch Frau von Montrevel das Geſicht dieſes Mannes hatte ſehen müſſen. 4
Roland verweilte länger bei dieſem letzten Puncte.
Dann kam in der Erzählung des Kindes die Au⸗ dienz beim erſten Couſul an die Reihe, wie dieſer ihn umarmt, geliebkost, gehätſchelt und ihn endlich dem Director des franzöſiſchen Prytaneums em⸗ pfohlen.
Roland erfuhr von dem Knaben Alles, was er wiſſen wollte, und da die Rue Saint Jacques nur fünf Minuten vom Lurembourg entfernt war, ſo be⸗ fand er ſich fünf Minuten ſpäter im Luxembourg.
Dumas, Jehu. II. 15


